Eine Edelstahlpfanne ist ein unbeschichtetes Kochgefäß aus rostfreiem Stahl – meistens 18/10 oder 18/8 Legierung – das ohne Antihaftschicht auskommt und sich für nahezu alle Kochtechniken eignet. Für Anfänger klingt das zunächst nach einer Fehlinvestition: kein Schutz, kein Versprechen, dass nichts anklebt. Doch wer die Grundregeln einmal verinnerlicht hat, kocht auf Edelstahl präziser, gesünder und langfristig günstiger als mit jeder beschichteten Alternative.

Kurz zusammengefasst

  • Edelstahlpfannen bestehen aus rostfreiem Stahl ohne Antihaftbeschichtung.
  • Sie sind langlebig, hitzestabil und für fast alle Herdarten geeignet.
  • Richtige Temperatur und ausreichend Fett verhindern Ankleben.
  • Der Wasserperlentest zeigt, wann die Pfanne bratbereit ist.
  • Für Anfänger empfiehlt sich ein Mehrschichtboden für gleichmäßige Wärme.
Wichtiger Hinweis: Viele Probleme mit Edelstahlpfannen entstehen nicht durch schlechte Qualität, sondern durch zu niedrige oder zu hohe Temperatur. Wer das Prinzip der Wärmeregulation einmal begriffen hat, wird selten Probleme haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pfanne immer vorheizen, bevor Öl und Bratgut hineinkommen.
  • 18/10 Edelstahl ist die beste Legierung für den Küchenalltag.
  • Mehrschichtboden (Sandwichboden) sorgt für gleichmäßige Hitzeverteilung.
  • Fleisch erst wenden, wenn es sich leicht von selbst löst.
  • Pfannen mit Fassungsvermögen 24–28 cm sind ideal für Einsteiger.
„Ich arbeite seit über zwölf Jahren in professionellen Küchen und koche privat fast ausschließlich auf Edelstahl. Der häufigste Fehler, den ich bei Anfängern sehe: Sie geben das Öl in die kalte Pfanne. Fünf Sekunden Geduld beim Vorheizen ändern alles.“
— Markus Feldner, Koch und Küchenausrüstungsberater, Hamburg

Was ist eine Edelstahlpfanne und warum ist sie mehr als nur eine Alternative?

Eine Edelstahlpfanne ist ein unbeschichtetes Kochgefäß aus rostfreiem Stahl, das ohne Chemie auskommt und bei richtiger Handhabung jahrzehntelang hält.

Im Gegensatz zur beschichteten Pfanne bildet Edelstahl keine Schutzschicht, die sich mit der Zeit ablöst. Das klingt wie ein Nachteil – ist es aber nicht. Wer versteht, wie Hitze in der Pfanne wirkt, nutzt genau diese Eigenschaft, um beim Anbraten eine deutlich bessere Kruste zu erzielen als auf jeder Teflonpfanne. Profis nennen das Maillard-Reaktion: die bräunliche Karamellisierung, die Fleisch, Gemüse und Kartoffeln ihren Röstgeschmack gibt.

Edelstahl ist außerdem chemisch inert – er gibt keine Stoffe ans Bratgut ab, verträgt hohe Temperaturen und lässt sich mit Metallbesteck verwenden. Das macht ihn zur solidesten Langzeitinvestition in der Küche.

Warum sollten Anfänger eine Edelstahlpfanne verwenden?

Weil sie echte Kochtechnik vermittelt, keine Beschichtung bietet, die man kaputt machen kann, und langfristig günstiger ist als immer neue Antihaftpfannen.

Beschichtete Pfannen sind großzügig – sie verzeihen viele Fehler. Das klingt erst mal gut, bedeutet aber auch: Man lernt nichts. Wer von Anfang an auf Edelstahl kocht, entwickelt schneller ein Gespür für Temperatur, Fett und Timing. Das sind genau die drei Grundpfeiler, auf denen gutes Kochen basiert.

Dazu kommt ein praktisches Argument: Eine gute Antihaftpfanne hält drei bis fünf Jahre, dann muss sie ersetzt werden. Eine Edelstahlpfanne hält – bei normaler Pflege – ein Leben lang.

Welche Vorteile hat eine Edelstahlpfanne gegenüber beschichteten Pfannen?

Edelstahl ist hitzebeständiger, robuster, frei von Beschichtungsstoffen und produziert eine bessere Bräunung beim Anbraten.

Konkret bedeutet das im Alltag:

  1. a) Metallbesteck, Schneebesen und Schaber können direkt verwendet werden – kein Kratzen, keine beschädigte Oberfläche.
  2. b) Hohe Brattemperaturen sind kein Problem – ideal für Steaks, Schnitzel oder scharfes Anbraten von Gemüse.
  3. c) Bratensatz (der braune Rückstand im Pfannenboden) kann mit etwas Flüssigkeit abgelöst und als Basis für Saucen genutzt werden.

Expert Insight

Bratensatz ist kein Fehler – er ist Geschmack. Profiköche nennen das „Fond“ und lösen ihn bewusst mit Wein, Brühe oder Wasser ab (Deglazieren). Das geht nur in unbeschichteten Pfannen wirklich gut.

Welche Nachteile hat eine Edelstahlpfanne für Anfänger?

Edelstahl verzeiht keine Temperaturfehler – wer zu früh brät oder zu kalt ist, riskiert Ankleben. Die Lernkurve ist steiler als bei beschichteten Pfannen.

Der größte Stolperstein: Anfänger neigen dazu, Bratgut zu früh zu wenden. In einer Edelstahlpfanne klebt Fleisch anfangs leicht am Boden an – das ist normal und kein Fehler. Sobald die Proteinkruste vollständig gebildet ist, löst sich das Bratgut fast von allein. Wer dagegen ankämpft und zu früh wendet, reißt die Kruste ab.

Wann ist eine Edelstahlpfanne die falsche Wahl?

Für empfindliche Lebensmittel wie Fisch mit zarter Haut, Spiegeleier oder Crêpes ist Edelstahl suboptimal – hier bleibt eine beschichtete Pfanne sinnvoll.

Ehrlich gesagt: Kein Profi kocht alles auf derselben Pfanne. Eine Edelstahlpfanne für Fleisch und Gemüse, eine kleine beschichtete für Eier – das ist eine pragmatische und keine schwächliche Lösung.

Für welche Gerichte eignet sich eine Edelstahlpfanne am besten?

Steaks, Hähnchenbrust, Gemüse, Zwiebeln, Bratkartoffeln, Schnitzel und Saucen – überall dort, wo Röstaromen und Hitze gefragt sind.

Edelstahl glänzt besonders bei Gerichten, die eine starke Bräunung brauchen. Ein Hähnchenschenkel, der in der Edelstahlpfanne angebraten wurde, entwickelt eine Kruste, die in einer beschichteten Pfanne so einfach nicht entsteht. Saucen auf Basis von Bratensatz sind ein weiteres Argument: Sie entstehen nur im unbeschichteten Topf oder in der Pfanne.

Welche Lebensmittel sollten Anfänger vermeiden?

Sehr zarte Fischfilets, Spiegeleier und klebrige Süßspeisen sind auf Edelstahl für Einsteiger schwierig zu handhaben.

Das liegt nicht daran, dass Edelstahl minderwertig ist – sondern daran, dass diese Gerichte eine sehr präzise Temperaturkontrolle oder eine antiadhäsive Oberfläche erfordern. Mit etwas Übung gelingt auch ein Lachsfilet auf Edelstahl. Aber am Anfang spart man sich Frustration, wenn man diese Lebensmittel erstmal beiseitelässt.

Worauf muss ich beim Kauf einer Edelstahlpfanne als Anfänger achten?

Auf die Stahllegierung (18/10 bevorzugt), einen Mehrschichtboden, Induktionseignung und einen ofenfesten Griff.
Kriterium Empfehlung für Anfänger Warum wichtig
Stahllegierung 18/10 (auch: V2A / 304) Rostbeständiger, langlebiger
Boden Mehrschichtboden (3–5 Lagen) Gleichmäßige Wärmeverteilung, kein Hotspot
Größe 24–28 cm Durchmesser Vielseitig, für 1–4 Personen geeignet
Griff Ofenfest bis 200 °C Nutzbar vom Herd in den Ofen
Kompatibilität Induktionsgeeignet Zukunftssicher für alle Herdarten
Preis 40–80 Euro Gute Einstiegsqualität ohne Überzahlung

Was bedeutet 18/10 Edelstahl bei Pfannen?

18/10 beschreibt den Chromanteil (18 %) und Nickelanteil (10 %) der Legierung – beides macht den Stahl rostbeständiger und langlebiger.

Der Chromanteil ist für die Korrosionsbeständigkeit verantwortlich, Nickel erhöht die Stabilität und verleiht dem Stahl seinen charakteristischen Glanz. 18/8 Edelstahl ist eine günstigere Alternative mit leicht reduziertem Nickelanteil – qualitativ im Alltag kaum spürbar, für Einsteiger völlig ausreichend.

Was ist ein Mehrschichtboden und warum ist er wichtig?

Ein Mehrschichtboden kombiniert Edelstahllagen mit einem Aluminiumkern, der Wärme schnell und gleichmäßig verteilt – und damit Hotspots verhindert.

Reiner Edelstahl leitet Wärme schlecht. Ohne Aluminiumkern entsteht in der Mitte ein heißer Punkt, während die Ränder kühl bleiben. Das führt zu ungleichmäßigem Bratergebnis. Ein Sandwichboden mit drei bis fünf Schichten löst genau dieses Problem – und macht das Braten erheblich einfacher, besonders für Einsteiger.

Welche Pfannengröße ist für Anfänger ideal?

Eine Pfanne mit 26 cm Durchmesser ist der Allrounder: groß genug für zwei Steaks, handlich genug für ein Omelett oder eine Solomahlzeit.

Wer regelmäßig für mehr als drei Personen kocht, greift besser zu 28 cm. Singles und Paare sind mit 24 cm gut bedient. Die Pfannenhöhe spielt ebenfalls eine Rolle: Ein etwas höherer Rand erleichtert das Schwenken und verhindert, dass Bratfett auf den Herd spritzt.

Wie viel sollte eine gute Edelstahlpfanne für Einsteiger kosten?

Zwischen 40 und 80 Euro bekommt man solide Qualität mit Mehrschichtboden. Darunter sind oft Abstriche beim Boden spürbar.

Marken wie WMF, Tefal (Edelstahl-Serie), Demeyere oder Tramontina bieten in diesem Preissegment zuverlässige Qualität. Unter 30 Euro sollte man skeptisch sein – der Boden ist oft zu dünn für gleichmäßige Hitzeverteilung. Über 150 Euro zu gehen, ist für den Einstieg nicht nötig.

Welche Edelstahlpfannen sind für Anfänger 2026 empfehlenswert?

WMF Profi, Tefal Jamie Oliver, Tramontina Tri-Ply und Fissler Original Profi Collection gelten als verlässliche Einsteigeroptionen im mittleren Preissegment.

Entscheidend ist weniger der Markenname als die Bauweise. Eine Pfanne mit 3-lagigem Sandwich-Kapselblboden, schlichtem Stahlgriff und 26 cm Durchmesser erfüllt alle Anforderungen – unabhängig vom Label auf der Verpackung.

Sind Edelstahlpfannen für Induktion geeignet?

Ja – sofern der Boden magnetisch ist. Die meisten hochwertigen Edelstahlpfannen mit Mehrschichtboden sind induktionsgeeignet.

Ein einfacher Test: Wenn ein Kühlschrankmagnet am Pfannenboden haftet, funktioniert die Pfanne auf Induktion. 18/10 Edelstahl ist in der Regel magnetisch genug – manche günstigeren Legierungen nicht. Wer auf Induktion kocht, sollte das vor dem Kauf prüfen.

Muss ich eine neue Edelstahlpfanne einbrennen?

Einbrennen im klassischen Sinne ist bei Edelstahl nicht zwingend nötig – aber eine kurze Ölbehandlung vor dem ersten Gebrauch schadet nicht.

Anders als bei Gusseisen oder Carbon-Stahl bildet Edelstahl keine echte Patina durch Einbrennen. Trotzdem hilft es, die neue Pfanne einmal kurz mit Öl auszureiben und auf mittlerer Hitze zu erhitzen – das reinigt Produktionsrückstände und konditioniert die Oberfläche leicht.

Expert Insight

Wer seine Edelstahlpfanne vor dem ersten Einsatz mit einem Hauch Öl auf mittlerer Hitze kurz erhitzt und danach mit einem Küchentuch ausreibt, startet mit einer saubereren Oberfläche. Kein Ritual, aber ein guter Anfang.

Wie brate ich richtig in einer Edelstahlpfanne als Anfänger?

Pfanne leer vorheizen, erst dann Öl hinzugeben, kurz warten bis das Öl flimmert – dann das Bratgut einlegen und Geduld haben.

Die Reihenfolge ist entscheidend:

  1. a) Leere Pfanne auf mittlerer bis hoher Stufe vorheizen (ca. 1–2 Minuten).
  2. b) Wasserperlentest durchführen: Ein Tropfen Wasser soll als Kugel über den Boden gleiten – das ist die richtige Temperatur.
  3. c) Öl hineingeben, kurz warten bis es leicht flimmert.
  4. d) Bratgut einlegen, nicht sofort bewegen, warten bis es sich von selbst löst.

Was ist der Wasserperlentest und wie funktioniert er?

Ein Wassertropfen auf optimaler Brattemperatur bildet eine rollende Kugel (Leidenfrost-Effekt) – das ist das Signal, um Öl und Bratgut hinzuzufügen.

Ist die Pfanne zu kalt, verdampft der Tropfen sofort flach und laut. Ist sie zu heiß, spritzt er aggressiv. Die rollende Perle, die gleichmäßig über den Boden gleitet, zeigt: jetzt ist die Temperatur ideal. Dieser Test funktioniert zuverlässig und ist schnell erlernt – nach zwei, drei Versuchen sieht man den Unterschied sofort.

Warum brennt in meiner Edelstahlpfanne alles an?

Meistens liegt es an zu geringer Vorheiztemperatur oder zu wenig Öl – nicht an der Pfanne selbst.

Das ist das häufigste Missverständnis. Wer die Pfanne zu kalt oder das Öl zu spärlich dosiert, schafft genau die Bedingungen, unter denen Proteine am Stahl haften. Ein weiterer Klassiker: Fleisch direkt aus dem Kühlschrank in die heiße Pfanne legen. Die Temperatur bricht ein, die Kruste bildet sich nicht – und das Bratgut klebt. Kurzes Temperieren des Fleisches vor dem Braten hilft enorm.

Wie viel Öl brauche ich in einer Edelstahlpfanne?

Mehr als in einer beschichteten Pfanne – genug, um den Boden dünn zu bedecken, aber kein Frittier-Bad.

Ein bis zwei Esslöffel reichen für die meisten Gerichte. Entscheidend ist, dass das Öl gleichmäßig verteilt ist und heiß genug war, bevor das Bratgut kommt. Butter eignet sich gut für niedrigere Temperaturen, verbrennt aber bei hoher Hitze – wer scharf anbraten will, greift zu Raps-, Erdnuss- oder Sonnenblumenöl mit hohem Rauchpunkt.

Welches Öl eignet sich am besten für Edelstahlpfannen?

Öle mit hohem Rauchpunkt wie Rapsöl, raffiniertes Olivenöl oder Erdnussöl sind ideal für hohe Brattemperaturen.

Natives Olivenöl extra, Butter oder Kokosöl verbrennen bei zu hoher Hitze und entwickeln unangenehme Aromen. Für scharfes Anbraten empfiehlt sich raffiniertes Öl. Butter kann man gern danach zugeben – als Geschmacksträger, wenn die Temperatur bereits gesenkt wurde.

Wann drehe ich das Bratgut in der Edelstahlpfanne um?

Erst wenn sich das Bratgut leicht und ohne Widerstand von selbst löst – das dauert je nach Dicke zwei bis vier Minuten.

Das ist der Moment, in dem die meisten Anfänger falsch liegen. Sie wollen kontrollieren, zupfen, wenden – und reißen dabei die gerade entstehende Kruste ab. Die Edelstahlpfanne gibt eine klare Rückmeldung: Wer zu früh wendet, merkt sofort, dass sich das Stück noch nicht löst. Das ist das Signal, noch eine Minute zu warten.

Was mache ich wenn das Fleisch in der Pfanne klebt?

Warten. Das Fleisch klebt solange, bis die Kruste vollständig gebildet ist – dann löst es sich von allein.

Das klingt zunächst kontraintuitiv, ist aber die wichtigste Lektion im Umgang mit Edelstahl. Notfalls kann man die Temperatur kurz erhöhen. Falls das Klebehalten anhält, hat man entweder zu früh oder auf zu niedriger Temperatur begonnen. Mit einem Schuss Wasser oder Brühe lassen sich anschließend auch Rückstände problemlos ablösen.

Wie brate ich ein Steak in der Edelstahlpfanne als Anfänger?

Pfanne stark vorheizen, wenig Öl, Steak trocken tupfen, einlegen und nicht bewegen – nach 2–3 Minuten wenden, wenn sich das Fleisch löst.

Ein gutes Steak in der Edelstahlpfanne ist tatsächlich einfacher als es klingt. Das Fleisch muss trocken sein – Feuchtigkeit verhindert Bräunung. Salz kann direkt vor dem Braten aufgetragen werden. Nach dem Braten kurz ruhen lassen, damit die Fleischsäfte sich neu verteilen. Das Ergebnis übertrifft die meiste Teflonpfannen-Küche deutlich.

Kann ich Eier in einer Edelstahlpfanne braten?

Ja – aber es braucht Übung, niedrigere Temperatur und mehr Fett als bei beschichteten Pfannen.

Eier sind heikel, weil Proteine bei Hitze sehr schnell binden. Wer die Temperatur zu hoch wählt, hat sofort ein Klebe-Problem. Bei mittlerer Hitze, ausreichend Butter und einer vorgeheizten Pfanne gelingt auch das Spiegelei auf Edelstahl – es ist aber definitiv eine Übungssache und für Anfänger nicht das erste Projekt.

Wie reinige ich eine Edelstahlpfanne richtig?

Mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm – meist reicht das vollkommen aus.

Hartnäckige Rückstände lassen sich mit Wasser aufweichen: einfach etwas Wasser in die noch warme Pfanne geben und kurz aufkochen lassen. Dann lösen sich Anhaftungen problemlos. Stahlwolle oder aggressive Scheuermittel können die Oberfläche mattieren – besser meiden.

Darf eine Edelstahlpfanne in die Spülmaschine?

Technisch ja – aber regelmäßiges Spülmaschinenwaschen macht die Oberfläche mit der Zeit stumpf und rau.

Viele Hersteller werben mit Spülmaschineneignung. Das stimmt – aber die aggressiven Reinigungsmittel greifen den Stahl langfristig an. Wer seine Pfanne langfristig glänzend und pflegeleicht halten möchte, wäscht sie besser von Hand.

Wie entferne ich eingebrannte Reste?

Mit einer Mischung aus Wasser und Essig oder Backpulver aufkochen – das löst hartnäckige Rückstände schonend und effektiv.

Etwas Wasser mit einem Schuss Essig oder einem Teelöffel Backpulver in die Pfanne geben, aufkochen lassen und fünf Minuten ziehen lassen. Danach lässt sich fast alles mit einem normalen Schwamm entfernen. Für hartnäckigste Fälle hilft Edelstahlreiniger (z. B. Bar Keepers Friend) – der poliert gleichzeitig.

Was ist eine Patina bei Edelstahlpfannen?

Eine Patina bei Edelstahl ist eine leichte Verfärbung oder Oxidationsschicht, die sich nach häufigem Gebrauch bildet – sie ist harmlos und sogar hilfreich.

Anders als bei Gusseisen oder Carbon-Stahl ist die Patina bei Edelstahl weniger ausgeprägt. Sie zeigt sich meist als goldbraune oder bläuliche Tönung auf dem Boden. Diese Schicht verbessert die Antihafteigenschaften leicht und ist ein Zeichen, dass die Pfanne regelmäßig genutzt wird. Wer sie unbedingt entfernen möchte, kann mit Edelstahlreiniger polieren.

Welche typischen Anfängerfehler sollte ich vermeiden?

Zu kalte Pfanne, zu frühes Wenden, zu wenig Fett und nasses Bratgut – das sind die vier häufigsten Fehler.
  1. a) Die Pfanne nicht vorheizen – der Klassiker überhaupt.
  2. b) Bratgut zu früh wenden – Geduld ist kein Luxus, sondern Technik.
  3. c) Nasses Fleisch in die Pfanne legen – Feuchtigkeit verhindert Bräunung.
  4. d) Zu hohe Hitze von Beginn an – das Öl verbrennt, bevor das Bratgut eingelegt wird.

Wie lange hält eine Edelstahlpfanne bei richtiger Nutzung?

Eine qualitativ hochwertige Edelstahlpfanne hält bei normaler Pflege problemlos 20 bis 30 Jahre – manche ein Leben lang.

Das ist der entscheidende Unterschied zur beschichteten Pfanne. Es gibt keine Oberfläche, die sich ablöst, keinen Belag, der verkratzt. Selbst eine günstigere Edelstahlpfanne aus dem mittleren Preissegment überdauert problemlos fünf bis zehn beschichtete Pfannen – was sie langfristig zur günstigeren Wahl macht.

Edelstahlpfanne vs beschichtete Pfanne: Was ist besser für Anfänger?

Für das Erlernen grundlegender Kochtechnik ist Edelstahl besser – für unkompliziertes tägliches Kochen hat eine beschichtete Pfanne Vorteile.

Die ehrliche Antwort lautet: beides hat seine Berechtigung. Beschichtete Pfannen sind intuitiver und verzeihen mehr. Edelstahlpfannen machen zu einem besseren Koch – weil sie weniger verzeihen. Wer wirklich lernen möchte zu kochen, investiert in Edelstahl und akzeptiert eine kurze Lernkurve.

Edelstahlpfanne vs Gusseisenpfanne: Welche Unterschiede gibt es?

Gusseisen speichert mehr Wärme, ist aber schwerer und pflegeintensiver. Edelstahl heizt schneller auf, ist leichter und einfacher zu reinigen.

Gusseisen ist unschlagbar für langes Schmoren und gleichmäßige Hitze über lange Zeiträume. Es ist jedoch schwer (eine 26-cm-Pfanne wiegt oft über 2 kg) und muss regelmäßig eingebrannt werden. Edelstahl ist der vielseitigere Alltagsbegleiter – schneller aufgeheizt, schneller abgekühlt, einfacher zu handhaben.

Expert Insight

Wer nur eine Pfanne kaufen kann oder will, greift zu Edelstahl. Wer die Möglichkeit hat, ergänzt irgendwann mit einem Gusseisen für Steaks und Schmorgerichte – das ist das klassische Profi-Duo in vielen Haushaltsküchen.

Häufige Fragen

Kann man in einer Edelstahlpfanne ohne Öl braten?

Nein – Öl ist bei Edelstahl kein optionaler Zusatz, sondern notwendig, um das Ankleben zu verhindern. Ohne Fett ist das Risiko sehr hoch, dass Proteine am Stahl haften bleiben.

Warum wird meine Edelstahlpfanne außen schwarz?

Schwarze Verfärbungen außen entstehen durch verbranntes Öl oder Speisereste auf der Außenoberfläche. Mit Edelstahlreiniger oder einer Mischung aus Essig und Backpulver lassen sich diese Flecken entfernen.

Ist eine Edelstahlpfanne für den Ofen geeignet?

Ja – sofern der Griff ebenfalls aus Metall oder ofenfestem Material besteht. Viele Edelstahlpfannen mit Stahlgriff sind bis 220 °C oder mehr ofenfest. Kunststoffgriffe schmelzen.

Wie oft muss ich eine Edelstahlpfanne einbrennen?

Edelstahl muss nicht regelmäßig eingebrannt werden. Eine einmalige Ölbehandlung vor dem ersten Gebrauch reicht aus – danach ist keine weitere Saisonierung nötig, wie es bei Gusseisen der Fall wäre.

Kann man in einer Edelstahlpfanne Säuren wie Tomaten kochen?

Ja – Edelstahl ist säureresistent und gibt keine metallischen Aromen ab, was ihn ideal für Tomatensaucen, Weinreduktionen oder andere säurehaltige Gerichte macht.

Die Edelstahlpfanne ist kein Anfänger-Handicap – sie ist das ehrlichste Kochgerät, das man kaufen kann. Wer bereit ist, zwei oder drei Mal mit angebackenem Hähnchen zu kämpfen, versteht danach intuitiv, wie Hitze, Fett und Zeit zusammenspielen. Das ist ein Wissen, das bleibt – anders als die Antihaftbeschichtung einer günstigen Pfanne nach zwei Jahren. Eine solide Edelstahlpfanne im mittleren Preissegment, ein Mehrschichtboden und etwas Geduld beim Vorheizen: Mehr braucht es wirklich nicht, um auf einem der langlebigsten Kochgeräte überhaupt anzufangen.

Markus Schröder

Beliebte Pfannen Hersteller:

WMF Pfannen
Bildquelle: WMF
Woll Pfanne
Bildquelle: WOLL
Tefal Pfannen
Bildquelle: Tefal
Silit Pfannen
Bildquelle: Silit